MOPP - Mission ouvrière Saints-Pierre-et-Paul

10 octobre 2011

Auf Wiedersehen Christian



 


 


Toulouse, den 14. Oktober 2010



 


Christkönigskirche


Ich bin tief bewegt darüber, dass diese Zelebration in der Christkönigskirche stattfindet, denn wir feiern immer Christians Namenstag am Festtag von Christkönig !


Ein Augenzwinkern des Herrn !


Als Älteste der Geschwister mache ich mich zur Dolmetscherin meiner Brüder und Schwestern, um mit Ihnen zu entdecken, was Christian in seiner Familie hat schöpfen können, um sich aufzubauen, und was er selbst uns gebracht hat.


Er war der sechste einer Familie von elf Kindern. Er sagte : "Ich bin der Kleinste von den Grossen und der Grösste von den Kleinen : eine nicht immer angenehme Mittelposition. Er stellte seit seiner Geburt eine Persönlichkeit dar : er war der einzige von den elf Kindern, der die Muttermilch nicht vertrug !


Er liebte das Leben, er liebte seine Familie. Niemals wird man sein grosses schallendes Lachen vergessen. Er kochte gerne : methodisch und genau ; ein starker Beobachter, immer sehr nachdenklich, willensstark, immer darauf aus zu verstehen ; gut vertraut mit der Informatik, anspruchsvoll ! Musiker, Organist, mit einer schönen Stimme. In der Familie sangen alle. Man war sehr einfallsreich, um das Spülen in der Familie schwungvoll zu gestalten !


Er hat seine Wahl ganz unabhängig von der Situation seiner Familie getroffen. Nach dem Misserfolg seines ersten Jahres in dem Priesterseminar in Grand Champ der Diözese von Versailles, beeindruckt von Mai 68, verpflichtet er sich beruflich in der Welt der Arbeit, der er die Frohe Botschaft von Jesus Christus mitteilen wollte. Diese Orientierung war eine Überraschung für seine Familie !


Seine Eltern waren in unabhängigen Vereinigungen tätig : ACI (katholische Aktion der Unabhängigen) für Mutter, die Aktionsgruppen des heiligen Vincent von Paul für Vater. Als er bei Grand Marmier arbeitete, sagte unser Grossvater mütterlicherseits : "Christian bei Grand Marmier : das kann nur etwas zum Probieren sein !"


Er entdeckt dann, dass ihm das Wesentliche fehlte ; dass der beste Wille ergebnislos bleibt, wenn er nicht vom Gebet und dem Studium des Wortes Gottes ernÄhrt wird. Er lernt Jacques Loew kennen, die Schule des Glaubens, die MOPP, die charismatische Erneuerung in der Arbeitswelt. Er öffnete uns ein "Fenster" zur Welt draussen, zur Arbeitswelt, zu einer offenen Kirche. Unsere Eltern waren glücklich, dass er das Ordensleben wählte, selbst wenn Mama ihn eher als geistlichen Begleiter von ACI sah und nicht als Metallarbeiter !


Dann sind wir alle ihm gefolgt ; er hat uns an dem ganzen Reichtum der Schule des Glaubens teilnehmen lassen, sowie an dem der charismatischen Erneuerung und an dem der Bedeutung des Lobpreises in seiner Mission. Das war eine solide Hilfe in der Prüfung seiner Krankheit ; als er 1980 Krebs bekam, sagte er : "Ganz im Klaren über meinen Zustand habe ich mich entschlossen, Gott zu loben, egal


was kommt". Seit er Mitglied der MOPP geworden ist und gerufen wurde, Priester zu werden, kann man sagen, dass seine zweite Familie die MOPP ist.


Als er in Toulouse angekommen ist, hat er auch Brüder gefunden, die ihm halfen, eine lebendige Pfarrei aufzubauen. Welch eine Freude bereitete ihm die Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Pfarrei der heiligen Klara ! Schon ziemlich erschöpft, war er doch ganz begeistert von der grossartigen Organisation diesesTages. Er sagte uns : "Ich kann mich voll auf meine Pfarrequipe verlassen". Ich möchte auch sagen, dass Jesus bis zum Ende Christian ganz nahe geblieben ist.


Welch eine Gnade war es für uns, als wir vergangenen Sonntag bei der Rückkehr von der Rosenkranzwallfahrt nach Lourdes ihm, der im Krankenhaus lag, die Kommunion von der Messe der Pfarrei von Franz von Assisi bringen konnten ! Wir konnten sie ihm geben, der bei vollem Bewusstsein war ; und das eine Stunde vor seinem Tod.


Wir sagen Dank, denn Christian ist in das wahre Leben eingetreten. "Er war schon seinem Herrn so nahe", wie es uns Catherine von Neu-Kaledonien schreibt,sie sagt auch : "Seine tätige Güte und seine Empfindsamkeit gestalteten jeden Kontakt mit ihm zu einem Augenblick der Gnade. Er entschärfte die Stacheln unserer unterschiedlichen Charaktere und wies uns auf die Liebe zu den anderen


hin ; sie bewahrt auch die Erinnerung an den Heranwachsenden, der geduldig die schönen alten Uhrwerke der Uhren des Hauses reparierte, ein Vorspiel für die Reparation der Seelen, die manchmal so rebellisch waren".


Vielen Dank Christian ! Du bist nun im Frieden und in der Freude. Sei unser Fürsprecher !


Sylviane De Raucourt


 


 


 


Mgr Robert Le Gall, la Mission ouvrière Sts Pierre et Paul, les paroissiens de Ste Claire, ses dix frères et sœurs et conjoints, ses cent neveux et nièces ont la douleur de faire part du décès du père Christian Vallette qui nous a quittés pour la maison du Père à l’âge de 65 ans.


La messe de sépulture a été célébrée jeudi 14 octobre 2010 à 14h30 à l’église du Christ Roi. L’inhumation a été après célébration à l’église, à La Forêt sur Sèvres 79380 à le lendemain.